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Manfred de Vries




Kontemplative Therapie


Kontemplative Therapie ist für diejenigen, welche spüren, dass in ihnen ungeklärte Themen und Problemzonen angesehen werden wollen, die durch ihre spirituelle Praxis an die Oberfläche kommen. Ihre spirituelle Praxis brach diese Themen auf und förderte sie ans Licht. Eine gewisse Ahnung oder auch Erfahrung sagt ihnen, dass sie diese Probleme nicht so einfach wegbeten oder hinausmeditieren können. Vielleicht müssen sie bearbeitet oder nur angenommen, eventuell anderen mitgeteilt, oder in die Hände von TAO oder Gott gelegt werden.


Kontemplative Therapie ist für Menschen,
die vom Heiligen aufgebrochen und
vom Heiligen geheilt werden wollen.


Kontemplative Therapie ist keine Psychotherapie,
und daher nur für Menschen geeignet,
die einen spirituellen Weg gehen.




Berührung des Heiligen

Kontemplative Therapie ist Wegbegleitung in Gegenwart des Göttlichen und Heiligen (lat. templum = Tempel = Heiligtum). Sie wirkt und heilt auf Basis eigener mystischer Einsichten und Erfahrungen sowie dem Austausch mit Weggefährten. 
 

Ich nahm einmal an einem Seminar teil, in dem mich während einer Teepause eine ca. 90 Jahre alte Dame, die neben mir saß, fragte, wie ich Gott sehe. Wir tauschten einige Sätze aus. Dann sagte ich ihr, dass ich Gott-Geheimnis-sein-lassen kann. Darauf hin fasste sie mich fest am Arm, und sagte: Danke, nur für diese vier Worte hat sich mein Besuch des Seminars schon gelohnt. 
 

Gedanken und Gefühle

Die Kontemplative Therapie basiert auf der Erfahrung, dass wir von etwas je Größerem und zugleich in uns Seienden getragen werden, wenn mit Hilfe von Meditation und Kontemplation, Gebet, Stille und Einsicht als Basis, unsere Heilungs- und Wachstumsprozesse geschehen. Spirituelle Praxis als das Fundament dieser Arbeit, weckt oft unbekannte Kräfte in uns. So kommt es vor, dass diese Kräft sowie Emotionen und Gedankenmuster an die Oberfläche gelangen und uns mit all unseren guten Vorsätzen davon spülen. Zerknirscht finden wir uns dann an irgend einen fremden Ufer wieder. Das dürfen wir nich verdammen, weil es zum spirituellen Weg dazu gehört.

Wenn wir uns dann in dieser Situation annehmen können, statt davon zu laufen, alleine oder mit Hilfe, besteht die Möglichkeit auch diese anzunehmen um Heilung zu erfahren. Weil das so ist, suchen immer mehr Menschen Begleitung in Emotionalen Prozessen.


Emotionsfokussierte Selbsterfahrung und Begleitung

Es gibt eine Instanz im Menschen, die durch Übung heranreift und die Geschehnisse unseres Lebens aus vertrauender, nichtidentifizierter und damit entspannter Sicht betrachtet. Mit Aufblühen dieser Instanz, die wir als den Inneren Zeugen oder Nähe Gottes in uns beschreiben können, erlangen wir Einsicht in die Natur unseres unklaren Geistes und verletzten Herzens.

Unerledigte und verdrängte Themen und unausgedrückte Gedanken und Gefühle hängen manchmal wie übergroße Sandsäcke an uns dran und ziehen uns zu Boden. Dabei verlieren wir mehr und mehr an Kraft. In einem geschützten Ambiente dagegen, in dem Menschen verdrängte Gedanken und Gefühle äußern und erkunden dürfen, finden meistens erste Schritte Richtung Heilung statt. Die Kontemplative Therapie erlaubt diese Emotionsfokussierte Selbsterfahrung und Begleitung.

Es kommt nicht selten vor, dass Menschen auf dem spirituellen Weg versuchen ihre Traumata und Schmerzen zu unterdrücken, weil sie sie angeblich "meditativ beobachten" können und dadurch auf einem Vulkan sitzen. Sie glauben, dass Gebete oder Meditationen alles Aufgestaute vernichten und Traumata heilen. Nicht immer erfüllt sich diese Hoffnung und das Leiden wird größer.

Es ist Ziel meditativer Praxis, unsere Gedanken und Gefühle beobachten zu lernen, aber einige von ihnen können buchstäblich unser Leben bestimmen, und wir werden Sklaven von ihnen. Hier gilt es dann, sie zu erkunden statt sie zu ignorieren.


Aufgestautes und Zurückgehaltenes

Gedanken und Gefühle die ihren Ausdruck finden, tun nicht weh. Was schmerzt ist immer das Zurückgehaltene was so zur Blockade und eventuell zerstörerisch wird. Alles Lebendige ist in Bewegung, und solange alles fließen darf, auch die Emotionen und Gedanken, verändern sich Situationen. Wo sie angehalten oder festgehalten werden entsteht zuerst Stau und dann Schmerz, egal ob körperlich, seelisch oder geistig. Daher findet Heilung oft statt, wenn wir uns mit Schmerz auseinander setzen und er sich äußern darf. Manchmal braucht Schmerz Beachtung, ein anderes Mal Nichtbeachtung und Abkehr. 

In einerm meiner Kurse kam einmal eine Schülerin zu mir, und gestand mir, dass sie "Gott" seit langem hasst. Ich musterte sie, weil ich sie schon Jahre kannte. Dann bot ich ihr an, alleine in meinen nebenan liegenden Besprechungsraum zu gehen, und Gott zu hassen. IHM oder IHR alles mitzuteilen. Allen Ärger, Frust und was sonst noch heraus zu posaunen. Weil ich sie schon lange kannte und ihr vertraute, ließ ich sie für eine Viertelstunde mit Gott allein.

Als die Zeit um war, betrat ich ihren Raum, und sie war ganz still. Ich setzte mich zu ihr auf den Fußboden und sah feuchte und verweinte Augen. Sie umarmte mich und schilderte mir ihre Begegnung mit dem Namenlosen. Wie sie ihm alles vorwarf und dass sie ihn hasste. Als sie Ihm gegenüber alles geäußert hatte, vernahm sie zuerst Bodenlosigkeit, dann Stille und dann Nähe und bedingungslose Liebe.

Sie sagte zu mir: Weißt du was? Ich habe alles gesagt, und Er oder Sie konnte alles annehmen. Dann spürte ich Nähe, und Er oder Sie gab mir zu verstehen, dass ich mich jederzeit wieder zuwenden könne, egal in welcher Stimmung auch immer."

Sie sah so glücklich aus, und sie begriff jetzt die bedingungslose Liebe. Wer nur lieb und brav ist, kann diese Liebe nicht erfahren. Das war ein göttliches Geschenk an sie. Das ist der Stoff aus dem die Psalmen und die Klagelieder sind. Das ist auch der Stoff, der alle Beziehungen überdauern läßt. Immer gut sein lohnt sich nicht, weil sich nicht immer alles lohnen darf.

Wer nur lieb und brav ist, kann keine
bedingungslose Liebe kennenlernen,
erfährt keine lebendige Beziehung. 

 

Wenn der Mensch nicht weinen, klagen, schreien darf, kommt er auch nicht an tiefes Lachen und hohe Freude heran. Er lebt ein oberflächliches Leben, und das wird von den meisten Menschen so akzeptiert, auch wenn die Seele dagegen rebelliert. Tiefer Ausdruck macht ihnen Angst, weil er an festgefahrenen Strukturen rüttelt und Wellen schlägt. So tragen fast alle Menschen einen Panzer der undurchdringlich ist, und sie lassen das Meiste an ihm abprallen. Der spirituelle Weg aber verlangt von uns stolpern, ja sogar fallen können, Aufrichtigkeit, Verletzlichkeit und ein Offensein für wehtuende Reinigungsphasen im Leben.


Immer gut sein wollen lohnt sich nicht,
weil sich nicht immer alles lohnen darf. 




Wenn einer eine Reise tut

So kann es sein, dass ein von uns anfänglichst verheißungsvoller eingeschlagener spiritueller Weg zu einer holperigen Reise wird. Wir genießen es vor der Reise, Die Landkarte zu studieren, die Kleider zusammen zu suchen, den Koffer zu packen und das Ticket zu kaufen. Aber, jeder weiß, dass eine Reise ein Abenteuer bergen kann. So auch die Reise in die Innerlichkeit.


Wer nach innen in die Stille geht,
erfährt zunächst Ruhe und Entspannung.

Wer in der Stille bleibt,
trifft auf die Stürme, die im Herzen toben.

Wer sich weiterhin nicht aus dem Weg geht,
erlebt Reinigung und Wandlung.

Wer zu seinem Weg steht und weiter geht,
für den oder die geht das Tor zum Geheimnis auf.




Fortschreiten

Je weiter wir auf unserem Weg fortschreiten, desto leichter nehmen wir eine Haltung ein, in der Fremdbestimmung an Raum verliert. Diese Haltung wird auch im Außen sichtbar. Folgende kleine Anregungen mögen auf dem Weg Beachtung finden.

1. Kreiere dein eigenes Leben und akzeptiere deine Eigenarten. Gehe Trendlos und Modenresistent durchs Leben.

2. Lerne Vielfalt schätzen statt Monokulturen zu unterstützen. Schätze die Aufs und Abs, Hin und Hers. Sei mal oben aber auch unten. Habe keine Angst vor Stimmungsschwankungen, sie kommen und gehen. Gehe geschwungene Wege und meide die schnurgeraden Highways und ihre Versprechungen.  

3. Lerne Warten zu können. Gute Dinge brauchen meistens ihre Zeit.

4. Fördere Natürlichkeit, Nähe und Wärme.

5. Lerne Gegensätze zu integrieren und zu verbinden. Unterstütze Übergänge.

6. Nehme deine Narben und Verletzlichkeit an. Anerkenne deine Abnutzung und Vergänglichkeit. Habe Mut zur Lücke und verdecke deine Patina nicht.

7. Nütze anderen als Stütze und Schutz.

8. Lasse zeitweilige Besuche und Treffen bei dir zu.

9. Sei authentisch, dem einen verschlossen und dem anderen offen und verbindend gegenüber.

10. Akzeptiere dazwischen Gekommenes, um ungeplante Begegnungen zu ermöglichen.

11. Sei erkennbar für den anderen, aber bestehe darauf, dich zeitweilig abzusondern um alleine zu sein. Sei nicht immer erreichbar. 

12. Sei reparierbar und berührbar.

13. Akzeptiere, dass du teils ein privater und teils ein öffentlicher Mensch bist.

14. Suche zeitweilig ein Leben am Rande auf. Besuche die am Rande lebenden und lerne von ihnen.

15. Wisse, dass die Masse die Seele tötet. 

16. Wisse, dass Luft, Wasser und Nahrung sehr wichtig sind. Führe ein Leben, dass zur Erhaltung von sauberer Luft, sauberem Wasser und sauberer Nahrung beiträgt.

17. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Hilfe zur Selbsthilfe ist Basis jeder menschlichen Befreiung vom Joch, egal welcher Art. Die Aufspaltung in Starke + Schwache, Gesunde + Kranke, Schlaue + Dumme, Reiche + Arme, Gebenden + Empfangenden, Meister + Schüler usw. kann Gefühle des Hochmuts und der Unterwürfigkeit perpetuieren.

18. Werde ein Stehaufweibchen oder Stehaufmännchen.

Das Stehaufweibchen oder Stehaufmännchen

 




Kontemplative Therapie


Kontemplative Therapie ist für diejenigen, welche spüren, dass in ihnen ungeklärte Themen und Problemzonen angesehen werden wollen, die durch ihre spirituelle Praxis an die Oberfläche kommen. Ihre spirituelle Praxis brach diese Themen auf und förderte sie ans Licht. Eine gewisse Ahnung oder auch Erfahrung sagt ihnen, dass sie diese Probleme nicht so einfach wegbeten oder hinausmeditieren können. Vielleicht müssen sie bearbeitet oder nur angenommen, eventuell anderen mitgeteilt, oder in die Hände von TAO oder Gott gelegt werden.


Kontemplative Therapie ist für Menschen,
die vom Heiligen aufgebrochen und
vom Heiligen geheilt werden wollen.


Kontemplative Therapie ist keine Psychotherapie,
und daher nur für Menschen geeignet,
die einen spirituellen Weg gehen.




Berührung des Heiligen

Kontemplative Therapie ist Wegbegleitung in Gegenwart des Göttlichen und Heiligen (lat. templum = Tempel = Heiligtum). Sie wirkt und heilt auf Basis eigener mystischer Einsichten und Erfahrungen sowie dem Austausch mit Weggefährten. 
 

Ich nahm einmal an einem Seminar teil, in dem mich während einer Teepause eine ca. 90 Jahre alte Dame, die neben mir saß, fragte, wie ich Gott sehe. Wir tauschten einige Sätze aus. Dann sagte ich ihr, dass ich Gott-Geheimnis-sein-lassen kann. Darauf hin fasste sie mich fest am Arm, und sagte: Danke, nur für diese vier Worte hat sich mein Besuch des Seminars schon gelohnt. 
 

Gedanken und Gefühle

Die Kontemplative Therapie basiert auf der Erfahrung, dass wir von etwas je Größerem und zugleich in uns Seienden getragen werden, wenn mit Hilfe von Meditation und Kontemplation, Gebet, Stille und Einsicht als Basis, unsere Heilungs- und Wachstumsprozesse geschehen. Spirituelle Praxis als das Fundament dieser Arbeit, weckt oft unbekannte Kräfte in uns. So kommt es vor, dass diese Kräft sowie Emotionen und Gedankenmuster an die Oberfläche gelangen und uns mit all unseren guten Vorsätzen davon spülen. Zerknirscht finden wir uns dann an irgend einen fremden Ufer wieder. Das dürfen wir nich verdammen, weil es zum spirituellen Weg dazu gehört.

Wenn wir uns dann in dieser Situation annehmen können, statt davon zu laufen, alleine oder mit Hilfe, besteht die Möglichkeit auch diese anzunehmen um Heilung zu erfahren. Weil das so ist, suchen immer mehr Menschen Begleitung in Emotionalen Prozessen.


Emotionsfokussierte Selbsterfahrung und Begleitung

Es gibt eine Instanz im Menschen, die durch Übung heranreift und die Geschehnisse unseres Lebens aus vertrauender, nichtidentifizierter und damit entspannter Sicht betrachtet. Mit Aufblühen dieser Instanz, die wir als den Inneren Zeugen oder Nähe Gottes in uns beschreiben können, erlangen wir Einsicht in die Natur unseres unklaren Geistes und verletzten Herzens.

Unerledigte und verdrängte Themen und unausgedrückte Gedanken und Gefühle hängen manchmal wie übergroße Sandsäcke an uns dran und ziehen uns zu Boden. Dabei verlieren wir mehr und mehr an Kraft. In einem geschützten Ambiente dagegen, in dem Menschen verdrängte Gedanken und Gefühle äußern und erkunden dürfen, finden meistens erste Schritte Richtung Heilung statt. Die Kontemplative Therapie erlaubt diese Emotionsfokussierte Selbsterfahrung und Begleitung.

Es kommt nicht selten vor, dass Menschen auf dem spirituellen Weg versuchen ihre Traumata und Schmerzen zu unterdrücken, weil sie sie angeblich "meditativ beobachten" können und dadurch auf einem Vulkan sitzen. Sie glauben, dass Gebete oder Meditationen alles Aufgestaute vernichten und Traumata heilen. Nicht immer erfüllt sich diese Hoffnung und das Leiden wird größer.

Es ist Ziel meditativer Praxis, unsere Gedanken und Gefühle beobachten zu lernen, aber einige von ihnen können buchstäblich unser Leben bestimmen, und wir werden Sklaven von ihnen. Hier gilt es dann, sie zu erkunden statt sie zu ignorieren.


Aufgestautes und Zurückgehaltenes

Gedanken und Gefühle die ihren Ausdruck finden, tun nicht weh. Was schmerzt ist immer das Zurückgehaltene was so zur Blockade und eventuell zerstörerisch wird. Alles Lebendige ist in Bewegung, und solange alles fließen darf, auch die Emotionen und Gedanken, verändern sich Situationen. Wo sie angehalten oder festgehalten werden entsteht zuerst Stau und dann Schmerz, egal ob körperlich, seelisch oder geistig. Daher findet Heilung oft statt, wenn wir uns mit Schmerz auseinander setzen und er sich äußern darf. Manchmal braucht Schmerz Beachtung, ein anderes Mal Nichtbeachtung und Abkehr. 

In einerm meiner Kurse kam einmal eine Schülerin zu mir, und gestand mir, dass sie "Gott" seit langem hasst. Ich musterte sie, weil ich sie schon Jahre kannte. Dann bot ich ihr an, alleine in meinen nebenan liegenden Besprechungsraum zu gehen, und Gott zu hassen. IHM oder IHR alles mitzuteilen. Allen Ärger, Frust und was sonst noch heraus zu posaunen. Weil ich sie schon lange kannte und ihr vertraute, ließ ich sie für eine Viertelstunde mit Gott allein.

Als die Zeit um war, betrat ich ihren Raum, und sie war ganz still. Ich setzte mich zu ihr auf den Fußboden und sah feuchte und verweinte Augen. Sie umarmte mich und schilderte mir ihre Begegnung mit dem Namenlosen. Wie sie ihm alles vorwarf und dass sie ihn hasste. Als sie Ihm gegenüber alles geäußert hatte, vernahm sie zuerst Bodenlosigkeit, dann Stille und dann Nähe und bedingungslose Liebe.

Sie sagte zu mir: Weißt du was? Ich habe alles gesagt, und Er oder Sie konnte alles annehmen. Dann spürte ich Nähe, und Er oder Sie gab mir zu verstehen, dass ich mich jederzeit wieder zuwenden könne, egal in welcher Stimmung auch immer."

Sie sah so glücklich aus, und sie begriff jetzt die bedingungslose Liebe. Wer nur lieb und brav ist, kann diese Liebe nicht erfahren. Das war ein göttliches Geschenk an sie. Das ist der Stoff aus dem die Psalmen und die Klagelieder sind. Das ist auch der Stoff, der alle Beziehungen überdauern läßt. Immer gut sein lohnt sich nicht, weil sich nicht immer alles lohnen darf.

Wer nur lieb und brav ist, kann keine
bedingungslose Liebe kennenlernen,
erfährt keine lebendige Beziehung. 

 

Wenn der Mensch nicht weinen, klagen, schreien darf, kommt er auch nicht an tiefes Lachen und hohe Freude heran. Er lebt ein oberflächliches Leben, und das wird von den meisten Menschen so akzeptiert, auch wenn die Seele dagegen rebelliert. Tiefer Ausdruck macht ihnen Angst, weil er an festgefahrenen Strukturen rüttelt und Wellen schlägt. So tragen fast alle Menschen einen Panzer der undurchdringlich ist, und sie lassen das Meiste an ihm abprallen. Der spirituelle Weg aber verlangt von uns stolpern, ja sogar fallen können, Aufrichtigkeit, Verletzlichkeit und ein Offensein für wehtuende Reinigungsphasen im Leben.


Immer gut sein wollen lohnt sich nicht,
weil sich nicht immer alles lohnen darf. 




Wenn einer eine Reise tut

So kann es sein, dass ein von uns anfänglichst verheißungsvoller eingeschlagener spiritueller Weg zu einer holperigen Reise wird. Wir genießen es vor der Reise, Die Landkarte zu studieren, die Kleider zusammen zu suchen, den Koffer zu packen und das Ticket zu kaufen. Aber, jeder weiß, dass eine Reise ein Abenteuer bergen kann. So auch die Reise in die Innerlichkeit.


Wer nach innen in die Stille geht,
erfährt zunächst Ruhe und Entspannung.

Wer in der Stille bleibt,
trifft auf die Stürme, die im Herzen toben.

Wer sich weiterhin nicht aus dem Weg geht,
erlebt Reinigung und Wandlung.

Wer zu seinem Weg steht und weiter geht,
für den oder die geht das Tor zum Geheimnis auf.




Fortschreiten

Je weiter wir auf unserem Weg fortschreiten, desto leichter nehmen wir eine Haltung ein, in der Fremdbestimmung an Raum verliert. Diese Haltung wird auch im Außen sichtbar. Folgende kleine Anregungen mögen auf dem Weg Beachtung finden.

1. Kreiere dein eigenes Leben und akzeptiere deine Eigenarten. Gehe Trendlos und Modenresistent durchs Leben.

2. Lerne Vielfalt schätzen statt Monokulturen zu unterstützen. Schätze die Aufs und Abs, Hin und Hers. Sei mal oben aber auch unten. Habe keine Angst vor Stimmungsschwankungen, sie kommen und gehen. Gehe geschwungene Wege und meide die schnurgeraden Highways und ihre Versprechungen.  

3. Lerne Warten zu können. Gute Dinge brauchen meistens ihre Zeit.

4. Fördere Natürlichkeit, Nähe und Wärme.

5. Lerne Gegensätze zu integrieren und zu verbinden. Unterstütze Übergänge.

6. Nehme deine Narben und Verletzlichkeit an. Anerkenne deine Abnutzung und Vergänglichkeit. Habe Mut zur Lücke und verdecke deine Patina nicht.

7. Nütze anderen als Stütze und Schutz.

8. Lasse zeitweilige Besuche und Treffen bei dir zu.

9. Sei authentisch, dem einen verschlossen und dem anderen offen und verbindend gegenüber.

10. Akzeptiere dazwischen Gekommenes, um ungeplante Begegnungen zu ermöglichen.

11. Sei erkennbar für den anderen, aber bestehe darauf, dich zeitweilig abzusondern um alleine zu sein. Sei nicht immer erreichbar. 

12. Sei reparierbar und berührbar.

13. Akzeptiere, dass du teils ein privater und teils ein öffentlicher Mensch bist.

14. Suche zeitweilig ein Leben am Rande auf. Besuche die am Rande lebenden und lerne von ihnen.

15. Wisse, dass die Masse die Seele tötet. 

16. Wisse, dass Luft, Wasser und Nahrung sehr wichtig sind. Führe ein Leben, dass zur Erhaltung von sauberer Luft, sauberem Wasser und sauberer Nahrung beiträgt.

17. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Hilfe zur Selbsthilfe ist Basis jeder menschlichen Befreiung vom Joch, egal welcher Art. Die Aufspaltung in Starke + Schwache, Gesunde + Kranke, Schlaue + Dumme, Reiche + Arme, Gebenden + Empfangenden, Meister + Schüler usw. kann Gefühle des Hochmuts und der Unterwürfigkeit perpetuieren.

18. Werde ein Stehaufweibchen oder Stehaufmännchen.

Das Stehaufweibchen oder Stehaufmännchen

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