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Manfred de Vries


Die Vertrauensmystik
des Gelassenen

Die vier Helfer

In unserer Zeit haben immer weniger Menschen die sogenannten vier Helfer an ihrer Seite, die einen disziplinierten spirituellen Weg gangbar machen. Diese vier Helfer sind:

Zeit  -  Klugheit/Wissen  -  äußere Voraussetzungen/geeigneten Raum  -  Energie.

Seien wir ehrlich, obige Faktoren werden rar. Wenn wir diszipliniert täglich praktizieren wollen, ohne in einem Ashram, Kloster oder Tempel zu leben, müssen wir obige Helfer an unserer Seite haben. (In geschützten Räumen wie z.B. in Klöstern sind diese Voraussetzungen eher gegeben). Es muß einmal wieder unterstrichen werden, dass ohne eine gezielte Disziplin kein wirklicher Erfolg auf dem Weg spürbar wird. Einige Menschen lassen sich heutzutage "einschläfern". Es scheint manchmal, dass Konzentration, Disziplin und Hingabe auf dem Weg nur noch selten gefordert und gefördert werden. Es ist doch ganz offensichtlich, dass, wenn man etwas erreichen will, auch etwas dafür getan werden muß. Alle spirituell Erfahrenen haben eine gezielte Schulung hinter sich. Zur Meisterschaft gelangten sie erst, nachdem sie ihre Disziplin und Schulung erfolgreich abgeschlossen hatten, oder weil sie an ihr versagten. Beides ist möglich. Oft geht uns erst ein, oder das Licht auf, wenn wir im Dunkeln sitzen. Erst dann zeigt es sich uns in seiner ganzen Strahlkraft. Dieses Licht aller Lichter, das keine Schatten wirft, weil es alles durchdringt.


Solange wir mindestens einen der vier obigen Helfer an unserer Seite haben, hängen wir uns an ihn dran und versuchen unser Bestes. Wer aber irgendwann alleine dasteht, verlassen und ohne Hoffnung auf Beistand zumindest einer dieser Helfer, und das erkennt, hat die Chance göttliche Gnade, Hilfe und Nähe zu erfahren. Unser spirituell-religiöses Versagen und Ganz-unten-sein macht das möglich. Hier haben wir die Chance als ein von Gott Gelassener Zuflucht zu nehmen.
 




Gibt es etwas, das ein Gelassener oder eine Gelassene erfüllen muß?
Ja, das gibt es, alleine schon um Verantwortung für diesen speziellen Weg übernehmen zu können. Wer diesen Weg ohne "Weg" geht, läßt alle Übungspraxis, egal welcher Tradition hinter sich. Kein Yoga, Meditation oder Kontemplationspraxis und alle uns bekannten Methoden sowie alle anderen spekulativen Wege (z.B. Astrologie, Tarot, I Ging etc.) an denen wir selber noch mitgestalten oder hängen, können hier bestehen. Wir geben auf. Es geht um ein auf alle eigenen Werke verzichtendes Lassen und Gelassensein. 


Es gibt einige Kriterien die es zu beachten gilt. Hier soll nur auf die Basiskriterien, die das Tor zur Vertrauensmystik öffnen, eingegangen werden. Es sind folgende:


1. Die Einsicht, dass man keine spirituelle Praxis mit Vorgaben mehr durchführen kann. Man ist gescheitert, hat versagt oder fühlt sich diesbezüglich sogar behindert und hilflos. Jetzt wird begriffen, was "geistliche Armut" bedeutet. 

Selig sind, die da geistlich arm sind.  Mt. 5,3


2. Das Namenlose Immerschon oder Fern-Nahe, ist der oder die EINZIGE, bei dem ich Zuflucht nehmen kann. Meine Intuition sagt mir das.

3. Das Namenlose ist "je größer" und somit allumfassendes DU. Nur dieses DU kann mich aus den Verstrickungen der Welt befreien und aufnehmen. Ich lasse mich in seine Hände und in seine Nichtdefinierbarkeit und Geheimnishaftigkeit (Ungrund) hinein fallen.

4. Dieses Namenlose muss für mich auf eine persönliche Art zugänglich sein. Ich kann DU sagen und vertraue bedingungslos.

5. Ich bin "ganz unten", empfänglich für das "Höchste und Tiefste". Himmel und Erde sind im Herzen eins.

Ich lasse
alle Dienste los.
Nehme DICH
allein zur Zuflucht.
Erlöse mich
Gelassenen.



Die Ablehnung der Werke und des auf Vorgaben beruhenden eigenen Tuns finden wir in vielen mystischen Traditionen. Wer im indischen Bhakti Yoga scheitert und seinen Anforderungen nicht nachkommen kann, kann sich für Prapatti Yoga "entscheiden". Im christlichen Abendland bringt der heilige Franziskus die Religion der Ungelehrten den Ungelehrten und einfachen Seelen. Er redet in der Sprache des Volkes. Wir finden ähnliche Situationen im Islam und auch im Buddhismus vor.

Das Phänomen der Ablehnung der Werke und des eigenen Tuns tritt überall dort auf, wo die großen Religionen kompliziert werden und ihre Bodenhaftung verlieren. Ihre Priester verwahrlosen statt Gewahrsein zu kultivieren. Dann fühlen sich Menschen aus dem Laienstand berufen, Werte der Liebe zu retten. Die Religion kommt zum Volk und die Volksfrömmigkeit wird zur Religion. Die Gelehrsamkeit wird von der Liebe abgelöst und wird emotional. Gottesliebe und Minne sind geboren und das Herz hat wieder Mitspracherecht. 


Beherzen statt behaupten


Wir leben Heute auch in einer Zeit, in der eine Inflation der Köpfe und des Wissens stattfindet. Aufgeblasene Spezialisten, Titelträger und Vermittlerkasten drohen wie Luftballons zu platzen, weil sie immer größer werden. Ihnen wird dann nicht mehr vertraut und man wendet sich ab oder gräbt nach Werten die menschlicheres Dasein initiieren. Weiche Faktoren und Prozesse spielen plötzlich wieder eine Rolle, während die sogenannten harten Faktoren und verkrusteten Strukturen abgelehnt werden. Das alles, um irgendwie eine gesunde Balance Richtung Menschlichkeit zu kreieren. Es scheint, als habe die Menschheit als Ganzes eine Intuition, die gegensteuert, wenn alles aus dem Ruder zu laufen scheint und Schlagseite bekommt.


Von den Gefahren unechter Gelassenheit

Unechtes Gelassensein in Gott entsteht, wenn das obig erwähnte Ego gar nicht auseinander brach, weil es nicht durch spirituelle Übung reif oder überreif werden konnte. Die Egofrucht konnte nicht von selber zu Boden fallen, sondern wurde vorzeitig gepflückt. Das unreife und somit unechte Gelassensein neigt sich meistens zu sehr den weichen Faktoren des Lebens zu, und läuft Gefahr in eine Art anarchistische Gegnerschaft gegenüber den Strukturen zu verharren. Eine Überbetonung von Glaubensfreiheit und göttlicher Gnade ist hier dann stark vernehmbar.

Nur wer wirklich erschöpft aufgibt empfängt die Gnade, die nicht machbar ist. Ein Mensch, der wirklich hingebungsvoll auf dem spirituellen Weg mit seiner Übung unterwegs ist, denkt nicht daran, aufzugeben. Er oder sie ist nicht spekulativ unterwegs nach dem Motto: Jetzt gebe ich alles und dann kann ich aufgeben.

Echte Aufgabe ist immer schmerzvoll und ersteinmal unerwünscht bevor sie erleichtert. 


Bedingungsloses Mitgefühl

Was aber ist mit den Seelen, die gar keine Kraft mehr haben einen spirituellen Weg anzufangen, sich aber nach Transzendens sehnen? Müssen sie leer ausgehen? Nein. "Gott" ist bedingungsloses Sein und nimmt alle auf. Sie müssen nur anklopfen, und es wird ihnen geöffnet werden. Hier wird wahres Vertrauen seitens des Zuflucht Suchenden gefordert, weil man ja gar nichts vorzuweisen hat, außer seine spirituelle Hilflosigkeit und Unfähigkeit. 

Heute werden vermehrt Suchende in eine Situation kommen, in der sie nur noch um Zuflucht und Aufnahme in einen göttlichen Raum der Intuition bitten können, ohne vorher einen spirituellen Weg fokussiert beschritten zu haben. Ihre wieder entdeckten weiblichen Qualitäten und ihre Intuition verlangen danach. Ihnen wird Klärung gewährt werden, wenn sie erste Schritte Richtung Vertrauensmystik gehen.

(Meinen Erfahrungen nach findet manchmal ein Mensch so seinen Übungsweg, der vorher von Schutt begraben auch nicht im Geringsten ahnbar war, weil andere Gutmenschen ihn in eine gewisse spirituelle Richtung drängen wollten.)

Der Rest kann sich entwickeln. Sie werden sich mit anderen im Raum des Mitgefühls begegnen und eine andere weiblichere Spiritualität ins Leben rufen.
.



Übungen & Methoden  >>

Der Herz-Geist Prozess  >>


 


Die Vertrauensmystik
des Gelassenen

Die vier Helfer

In unserer Zeit haben immer weniger Menschen die sogenannten vier Helfer an ihrer Seite, die einen disziplinierten spirituellen Weg gangbar machen. Diese vier Helfer sind:

Zeit  -  Klugheit/Wissen  -  äußere Voraussetzungen/geeigneten Raum  -  Energie.

Seien wir ehrlich, obige Faktoren werden rar. Wenn wir diszipliniert täglich praktizieren wollen, ohne in einem Ashram, Kloster oder Tempel zu leben, müssen wir obige Helfer an unserer Seite haben. (In geschützten Räumen wie z.B. in Klöstern sind diese Voraussetzungen eher gegeben). Es muß einmal wieder unterstrichen werden, dass ohne eine gezielte Disziplin kein wirklicher Erfolg auf dem Weg spürbar wird. Einige Menschen lassen sich heutzutage "einschläfern". Es scheint manchmal, dass Konzentration, Disziplin und Hingabe auf dem Weg nur noch selten gefordert und gefördert werden. Es ist doch ganz offensichtlich, dass, wenn man etwas erreichen will, auch etwas dafür getan werden muß. Alle spirituell Erfahrenen haben eine gezielte Schulung hinter sich. Zur Meisterschaft gelangten sie erst, nachdem sie ihre Disziplin und Schulung erfolgreich abgeschlossen hatten, oder weil sie an ihr versagten. Beides ist möglich. Oft geht uns erst ein, oder das Licht auf, wenn wir im Dunkeln sitzen. Erst dann zeigt es sich uns in seiner ganzen Strahlkraft. Dieses Licht aller Lichter, das keine Schatten wirft, weil es alles durchdringt.


Solange wir mindestens einen der vier obigen Helfer an unserer Seite haben, hängen wir uns an ihn dran und versuchen unser Bestes. Wer aber irgendwann alleine dasteht, verlassen und ohne Hoffnung auf Beistand zumindest einer dieser Helfer, und das erkennt, hat die Chance göttliche Gnade, Hilfe und Nähe zu erfahren. Unser spirituell-religiöses Versagen und Ganz-unten-sein macht das möglich. Hier haben wir die Chance als ein von Gott Gelassener Zuflucht zu nehmen.
 




Gibt es etwas, das ein Gelassener oder eine Gelassene erfüllen muß?
Ja, das gibt es, alleine schon um Verantwortung für diesen speziellen Weg übernehmen zu können. Wer diesen Weg ohne "Weg" geht, läßt alle Übungspraxis, egal welcher Tradition hinter sich. Kein Yoga, Meditation oder Kontemplationspraxis und alle uns bekannten Methoden sowie alle anderen spekulativen Wege (z.B. Astrologie, Tarot, I Ging etc.) an denen wir selber noch mitgestalten oder hängen, können hier bestehen. Wir geben auf. Es geht um ein auf alle eigenen Werke verzichtendes Lassen und Gelassensein. 


Es gibt einige Kriterien die es zu beachten gilt. Hier soll nur auf die Basiskriterien, die das Tor zur Vertrauensmystik öffnen, eingegangen werden. Es sind folgende:


1. Die Einsicht, dass man keine spirituelle Praxis mit Vorgaben mehr durchführen kann. Man ist gescheitert, hat versagt oder fühlt sich diesbezüglich sogar behindert und hilflos. Jetzt wird begriffen, was "geistliche Armut" bedeutet. 

Selig sind, die da geistlich arm sind.  Mt. 5,3


2. Das Namenlose Immerschon oder Fern-Nahe, ist der oder die EINZIGE, bei dem ich Zuflucht nehmen kann. Meine Intuition sagt mir das.

3. Das Namenlose ist "je größer" und somit allumfassendes DU. Nur dieses DU kann mich aus den Verstrickungen der Welt befreien und aufnehmen. Ich lasse mich in seine Hände und in seine Nichtdefinierbarkeit und Geheimnishaftigkeit (Ungrund) hinein fallen.

4. Dieses Namenlose muss für mich auf eine persönliche Art zugänglich sein. Ich kann DU sagen und vertraue bedingungslos.

5. Ich bin "ganz unten", empfänglich für das "Höchste und Tiefste". Himmel und Erde sind im Herzen eins.

Ich lasse
alle Dienste los.
Nehme DICH
allein zur Zuflucht.
Erlöse mich
Gelassenen.



Die Ablehnung der Werke und des auf Vorgaben beruhenden eigenen Tuns finden wir in vielen mystischen Traditionen. Wer im indischen Bhakti Yoga scheitert und seinen Anforderungen nicht nachkommen kann, kann sich für Prapatti Yoga "entscheiden". Im christlichen Abendland bringt der heilige Franziskus die Religion der Ungelehrten den Ungelehrten und einfachen Seelen. Er redet in der Sprache des Volkes. Wir finden ähnliche Situationen im Islam und auch im Buddhismus vor.

Das Phänomen der Ablehnung der Werke und des eigenen Tuns tritt überall dort auf, wo die großen Religionen kompliziert werden und ihre Bodenhaftung verlieren. Ihre Priester verwahrlosen statt Gewahrsein zu kultivieren. Dann fühlen sich Menschen aus dem Laienstand berufen, Werte der Liebe zu retten. Die Religion kommt zum Volk und die Volksfrömmigkeit wird zur Religion. Die Gelehrsamkeit wird von der Liebe abgelöst und wird emotional. Gottesliebe und Minne sind geboren und das Herz hat wieder Mitspracherecht. 


Beherzen statt behaupten


Wir leben Heute auch in einer Zeit, in der eine Inflation der Köpfe und des Wissens stattfindet. Aufgeblasene Spezialisten, Titelträger und Vermittlerkasten drohen wie Luftballons zu platzen, weil sie immer größer werden. Ihnen wird dann nicht mehr vertraut und man wendet sich ab oder gräbt nach Werten die menschlicheres Dasein initiieren. Weiche Faktoren und Prozesse spielen plötzlich wieder eine Rolle, während die sogenannten harten Faktoren und verkrusteten Strukturen abgelehnt werden. Das alles, um irgendwie eine gesunde Balance Richtung Menschlichkeit zu kreieren. Es scheint, als habe die Menschheit als Ganzes eine Intuition, die gegensteuert, wenn alles aus dem Ruder zu laufen scheint und Schlagseite bekommt.


Von den Gefahren unechter Gelassenheit

Unechtes Gelassensein in Gott entsteht, wenn das obig erwähnte Ego gar nicht auseinander brach, weil es nicht durch spirituelle Übung reif oder überreif werden konnte. Die Egofrucht konnte nicht von selber zu Boden fallen, sondern wurde vorzeitig gepflückt. Das unreife und somit unechte Gelassensein neigt sich meistens zu sehr den weichen Faktoren des Lebens zu, und läuft Gefahr in eine Art anarchistische Gegnerschaft gegenüber den Strukturen zu verharren. Eine Überbetonung von Glaubensfreiheit und göttlicher Gnade ist hier dann stark vernehmbar.

Nur wer wirklich erschöpft aufgibt empfängt die Gnade, die nicht machbar ist. Ein Mensch, der wirklich hingebungsvoll auf dem spirituellen Weg mit seiner Übung unterwegs ist, denkt nicht daran, aufzugeben. Er oder sie ist nicht spekulativ unterwegs nach dem Motto: Jetzt gebe ich alles und dann kann ich aufgeben.

Echte Aufgabe ist immer schmerzvoll und ersteinmal unerwünscht bevor sie erleichtert. 


Bedingungsloses Mitgefühl

Was aber ist mit den Seelen, die gar keine Kraft mehr haben einen spirituellen Weg anzufangen, sich aber nach Transzendens sehnen? Müssen sie leer ausgehen? Nein. "Gott" ist bedingungsloses Sein und nimmt alle auf. Sie müssen nur anklopfen, und es wird ihnen geöffnet werden. Hier wird wahres Vertrauen seitens des Zuflucht Suchenden gefordert, weil man ja gar nichts vorzuweisen hat, außer seine spirituelle Hilflosigkeit und Unfähigkeit. 

Heute werden vermehrt Suchende in eine Situation kommen, in der sie nur noch um Zuflucht und Aufnahme in einen göttlichen Raum der Intuition bitten können, ohne vorher einen spirituellen Weg fokussiert beschritten zu haben. Ihre wieder entdeckten weiblichen Qualitäten und ihre Intuition verlangen danach. Ihnen wird Klärung gewährt werden, wenn sie erste Schritte Richtung Vertrauensmystik gehen.

(Meinen Erfahrungen nach findet manchmal ein Mensch so seinen Übungsweg, der vorher von Schutt begraben auch nicht im Geringsten ahnbar war, weil andere Gutmenschen ihn in eine gewisse spirituelle Richtung drängen wollten.)

Der Rest kann sich entwickeln. Sie werden sich mit anderen im Raum des Mitgefühls begegnen und eine andere weiblichere Spiritualität ins Leben rufen.
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